Mai 13, 2026

Der Vape-Parcours

Entstehung & erster Einsatz

Der Vape Parcours wurde im Laufe des Jahres 2025 von der Fachstelle Suchtprävention der Regionale Diakonie Rheinhessen gemeinsam mit der Schulsozialarbeit und der Beratungslehrkraft für Suchtprävention der IGS An den Rheinauen entwickelt. Besonders zu erwähnen ist die Schülervertretung (SV), die das Thema aufgebracht und maßgeblich bei der Entstehung mitgewirkt hat.

Im September 2025 fand dann der erste Einsatz statt. Der Vape-Parcours zeigt deutlich, wie wirkungsvoll interaktive Präventionsarbeit sein kann. Trotz kleiner technischer Hürden bei der „Riesenvape“ gelang es dem Projekt, große Aufmerksamkeit zu erzeugen und viele Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen. Besonders positiv hervorzuheben ist die starke Beteiligung der SV, der Umwelt-AG sowie engagierter Mitarbeitender der Schule, die maßgeblich zum Gelingen beitrugen.

Das Feedback der Teilnehmenden fiel überwiegend begeistert aus – die Stationen wurden neugierig erkundet und sorgten für zahlreiche Aha-Momente. Damit bestätigt sich, dass die entwickelte Mischung aus spielerischen und informativen Elementen gut funktioniert. Insgesamt zeigt der Pilotlauf, dass der Vape-Parcours ein überzeugendes, motivierendes und praxisnahes Präventionsangebot darstellt, das in Zukunft an weiteren Schulen und Jugendeinrichtungen großes Potenzial entfaltet.

Flankierend umgesetzt wurden:

  • Plakataktion in der Schule
  • Vorbereitende Unterrichtseinheiten durch die Lehrenden
  • Elternbrief
  • Social Media Posts (Aktion und Information)

Bedeutung im aktuellen öffentlichen Gesundheitskontext

Die Durchführung des VAPE-Parcours kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema E-Zigaretten und Nikotinprodukte bei Jugendlichen weltweit und national stark diskutiert wird. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzen inzwischen über 100 Millionen Menschen weltweit E-Zigaretten — darunter etwa 15 Millionen Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren. [1]

Die WHO warnt davor, dass der zunehmende Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen eine „neue Welle der Nikotinsucht“ befeuern könnte — und rückläufige Raucherzahlen durch diese Entwicklung gefährdet sein könnten.

Auch in Deutschland zeigen Statistiken deutliche Trends: Der Anteil der 12- bis 17-Jährigen, die jemals geraucht haben, liegt inzwischen bei rund 83 %[2], also eine klare Mehrheit, die gar nicht erst mit Tabakkonsum begonnen hat.

Gleichzeitig liegt die Raucherquote bei Jugendlichen dieser Altersgruppe bei relativ niedrigen 6–7 %. [3]

Diese Zahlen zeigen: Während das klassische Rauchen bei Jugendlichen zurückgeht, bleibt der Druck durch neue Nikotin- und Dampfprodukte hoch — gerade deshalb gewinnt Prävention und Aufklärung, wie beim Vape-Parcours, zunehmend an Bedeutung.

Warum der VAPE-Parcours ein vielversprechendes Präventionsmodell ist

Niedrigschwelliger Zugang: Durch die Kombination aus Information und interaktiven Elementen wird das Thema nicht belehrend vermittelt, sondern erlebbar — das erhöht die Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen.

Dialoggruppe direkt erreicht: Gerade Jugendliche, die mit klassischen Präventionsmaßnahmen wenig anfangen können, werden hier auf ungewohnte Weise angesprochen — was die Hemmschwelle für Diskussion und Reflexion senkt.

Frühzeitige Sensibilisierung: Da viele Jugendliche schon sehr jung mit Nikotinprodukten in Berührung kommen, ist es wichtig, früh aufzuklären — der Vape-Parcours leistet genau das.

Die Stationen des Vape-Parcours

– Quizstation

– Station „Glücksrad“ zum Thema „Umwelt“

– Infobanner und Kurzfilme zum Thema Vapen/E-Zigaretten

– Station Fühlkästen zum Thema „Inhaltsstoffe und Risiken“

– Infoplakate mit QR Codes

– Flyer und Factsheets

   Zusammenfassung VAPE-Parcours


[1]euronews.com

[2]bundesdrogenbeauftragter.de

[3] rauchfrei-info.de