Mai 30, 2024

Preisverleihung 70. Europäischer Wettbewerb

„Sehnsucht Frieden“ – 70. Europäischer Wettbewerb 

„Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit.“ – Baruch de Spinoza 

Sehnsucht Frieden. Das Motto des 70. Europäischen Wettbewerbs, an dem wir (das Projektteam „Europa“) teilgenommen haben. Ein Thema, mit dem wir uns schon häufiger auseinandergesetzt haben. Deshalb ist es um so schöner, dass dies das Thema war, mit dem wir bei einem nationalen Wettbewerb einen 1. Landespreis und 1. Bundespreis errungen haben.  

Unser eingereichter Videobeitrag im ausgeschriebenen Sonderformat als Gruppenarbeit war unser bisher größtes Projekt, das wir realisiert haben. Es hat uns schon einige Zeit gekostet, aber unbezahlbare Erfahrung in Kreativität, Zusammenarbeit und Erfolg gebracht. Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir das Thema Frieden in einem leicht humorvollen Video rüberbringen können und wenn ich mir jetzt die anderen tollen Beiträge ansehe (https://www.europaeischer-wettbewerb.de/nachrichten/best-of-50-000-die-schoensten-wettbewerbsbeitraege-als-film/, übrigens ein sehr schön zusammengeschnittenes Video, das gesehen werden muss!), dann merke ich, wie viel herausragende Konkurrenz wir hatten.  

Die Preisverleihung des 70. Europäischen Wettbewerbs des Landes Rheinland-Pfalz, bei der wir mit der Unterstützung des Bildungsministeriums und unseres Schulleiters Herrn Käufer (an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön!) teilnehmen durften, fand am 28. Juni 2023 in Annweiler am Trifels statt. Und so machten wir uns am Mittwochmorgen auf zu einer etwas längeren Anfahrt, nach einer kurzen Suche nach unserem verirrten Bus, um in einem toll dekorierten Festsaal mit Essen und Trinken und einer angenehm lockeren Atmosphäre anzukommen. Nachdem wir offiziell begrüßt und kurze Reden gehalten wurden, machten wir uns in überschaubaren Gruppen auf, die kleine malerische Stadt zu erkunden. Wir hatten vier Anlaufpunkte, bei denen uns von kostümierten Stadtführern in ihrer jeweiligen verkörperten Rolle etwas über die Bedeutung von Annweiler erzählt wurde. Und auch wenn wir anfangs dem Ganzen ein wenig skeptisch gegenüber waren, so war es nicht nur informativ, sondern wir nahmen auch die schöne Umgebung wahr, in der es sich entspannen ließ.  

Wieder angekommen im Festsaal, gab es das heiß ersehnte Essen: Nudeln mit Bolognese. Kein einfaches Essen für jemanden, der hell angezogen war, aber was man nicht alles für den Hunger tut. Dann gab es musikalische Beiträge und weitere Grußworte, die zum Teil politisch angeregt waren. Es ging um die Bedeutung und Wichtigkeit Europas und die Rolle, die wir als junge Generation dabei spielen, dass wir uns schon etwas geehrt fühlten. Und dann kam der Augenblick, weshalb wir angereist waren: die feierliche Preisverleihung. Alle Teilnehmenden wurden nacheinander aufgerufen, ihr prämiertes Werk wurde gezeigt und mit Händeschütteln wurden die Urkunden verliehen. Während wir jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin beklatschten, sind mir bestimmte Worte des einen Redners wieder ins Gedächtnis gerufen worden: Europa gleich bunt. Europa gleich Diversität. Und es stimmte. Es war nicht nur die für den Anlass gewählte Kleidung, mit der die Teilnehmenden auf die Bühne kamen – Letztere war schlicht, schick oder gar unscheinbar -, es waren vor allem die Werke. Zwischendrin kamen die Veranstalter irgendwie mit der Zuordnung der Werke zu den Teilnehmenden durcheinander, doch man sah die Vielfalt, die einzelnen Gedanken und auch die Mühe. Von Märchen über detaillierte, methodisch herausragend angefertigte Zeichnungen zu direkt geäußerter Kritik, es war so Vieles dabei.  

Und dann wurden wir auf die Bühne gerufen. Unter 7.000 rheinlandpfälzischen Teilnehmern haben wir einen 1. Landespreis erzielt und unter knapp 70.000 erreichten wir sogar einen Bundespreis.  

Zufrieden und beflügelt verließen wir die Veranstaltung und fuhren zurück in die Heimat. Sehnsucht Frieden. Etwas, mit dem man eigentlich nur gewinnen kann.   

(Nele K., MSS13) 

Urkunde 1. Landespreis
Urkunde 1. Bundespreis